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Chronik

Als ich diese Chronik zusammenstellte, blätterte ich noch einmal in alten Unterlagen, Briefen und Fotoalben. Dabei wurde mir klar, wie sehr der Geruch von frischem Brot unsere Familie seit Jahrzehnten begleitete. Denn schon als Kind verfolgte mich dieser Duft tagtäglich – letztendlich bis ins Fahrzeug, da meine Eltern außer einem Brotlieferwagen kein anderes Beförderungsmittel besaßen.

Während mein Großvater Emil Steinbrink sen. bereits vor dem 2. Weltkrieg für die Firma "Bergmann Brot" frisches Brot mit der Pferdekutsche auslieferte, erfüllte sich mein Vater Emil Steinbrink nach unzähligen kriegsbedingten Hindernissen den Traum von der Selbständigkeit und lieferte in großem Umfang frisches "Zitterwälder" und ab den 60er Jahren "Hallschlager Brot", hergestellt in der Eifel, nach NRW aus. Unsere heutige Produktionsstätte in der Otto-Hahn-Straße in Wuppertal-Ronsdorf diente damals als Auslieferungslager – bis in den 80er Jahren völlig unerwartet der bestehende Vertrag seitens der Herstellerfirma gekündigt worden ist und mein Vater von einem Tag auf den anderen vor dem Nichts stand.

Und mit diesem Schicksal begann für uns eine neue Ära: Wir stellten Verkaufswagen in den Stadtteilen Wuppertal-Ronsdorf und Wuppertal-Cronenberg auf und konzentrierten uns zunehmend auf den Verkauf qualitativ hochwertiger Backwaren.
1984 übernahm ich dann die Geschäftsführung und eröffnete ein Jahr später die erste Bäckerei-Filiale. Bis Juni 1992 kamen fünf weitere Filialen hinzu – u.a. unsere Filiale "Barmer Straße" in RS-Lüttringhausen.

Im Oktober desselben Jahres kauften wir die Bäckerei Kronenberg in Hilden, bestehend aus Produktionsstätte und Verkaufsfiliale. Knapp vier Jahre lang produzierten wir unsere Backwaren dort, zogen jedoch aufgrund des zunehmenden Platzmangels am 01.04.1996 um nach Wuppertal in die ehemalige Versandhalle des Auslieferungslagers meines Vaters. Die Verkaufsfiliale Hilden wird jedoch nach wie vor erfolgreich betrieben und täglich von der Wuppertaler Produktionsstätte beliefert.

Durch den Kauf der "Bäckerei Karthaus" im Jahr 2001 sowie der Bäckerei Hausmann stießen wir erneut an die Grenzen unserer Produktionskapazitäten, sodass die Produktionsfläche um einiges erweitert werden musste.

Dem Platzmangel entgegneten wir mit einem Anbau, der unsere Produktionsfläche inklusive Verwaltung auf rund 2.700 m² wachsen ließ. Den Mittelpunkt unseres Neubaus nimmt unser "Hygiene-Zentrum" ein, welches eine Spülmaschine mit einer Länge von 11 m beinhaltet. Aktuell betreiben wir 35 Verkaufsfilialen.

Trotz des rasanten Wachstums legen wir außerordentlich viel Wert auf handwerklich gefertigte Backwaren. So fertigen und verarbeiten wir z.B. unseren Sauerteig, der zur Herstellung aller Brotlaibe benötigt wird, direkt vor Ort und nach alter traditioneller Rezeptur.

Der Einsatz qualitativ hochwertiger Öfen garantiert unseren Kunden eine geschmackvolle und gut ausgebackene Krume. Außerdem verfügen alle Verkaufsfilialen über einen oder gar mehrere "Frische-Backöfen", in welchen mehrmals stündlich frische Brötchen sowie leckere Snacks gebacken werden.

Unsere hochmotivierten Mitarbeiter stellen sich tagtäglich neuen Herausforderungen – sei es im Verkauf, in der Produktion, im Versand oder in der Verwaltung. 

Das operative Geschäft habe ich zum 01.01.2007 vollständig in die Hände meiner beiden ältesten Söhne gegeben, denen ich aber selbstverständlich jederzeit mit Rat und Tat zur Seite stehe.

Herzlichst

Ihr Wolfgang Steinbrink


Mein Vater Emil Steinbrink (rechts im Bild) mit seinem allerersten LKW, 1962.

Die ersten Vertriebsfahrzeuge im jahr 1967.


Der Sattelschlepper, der erste große LKW (diese Fahrzeuge haben das Brot aus der Eifel geholt) und daneben die 14 Vertriebsfahrzeuge, die vor Ort den Handel bedient haben, 1979.


Unser erster Verkaufswagen in Wuppertal-Ronsdorf, 1982.

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